Lärmbelästigung
Das Dauergeräusch vom Akkuschrauber oder das einer Bohrmaschine kann Krankheiten hervorrufen – jedoch verursachen alle elektrischen wie auch mit Benzin betriebenen Geräte, welche zum Arbeiten eingesetzt werden, viel Lärm. Dies ist wiederum in einem erhöhten Maß für den Menschen auf unterschiedliche Art und Weise schädlich. Wobei der Dezibel Wert einer Bohrmaschine oder der vom Akkuschrauber und anderen Kleinmaschinen im Gegensatz zu einem Presslufthammer relativ harmlos ist.
Aber auch in jedem Haushalt findet man zahlreich viele Geräte, die Lärm verursachen, die einen mehr und die anderen weniger – wie zum Beispiel beim Föhnen der Haare entsteht Lärm oder bei der Zubereitung in der Haushaltsmaschine – trotzdem ist eine bedenkenlose Benutzung gewährleistet, da sich die Geräte nicht 24 Stunden im Dauereinsatz befinden und darüber hinaus nicht mit dem Lärmpegel der des Bauhandwerks verglichen werden können.
Tagtäglich wird jeder Mensch mit zahlreichen Lärmquellen quasi bombardiert – sei es nun vom Düsenjet, der über uns hinweg düst oder mit anderen schwerwiegenden Geräuschkulissen, die teilweise dann sogar die Gesundheit beeinträchtigen oder einschränken. Da hilft es auch nichts sich am Abend im Rattensessel zu entspannen, da der Lärm noch immer in den Ohren nachhaltig nachdröhnen wird.
Lärm, akustische Töne oder Signale werden von den Ohren in hohen Frequenzen wahrgenommen und in verarbeiteter Form weitergeleitet, kommt es dabei zu Störungen bzw. zu einer Mehrbelastung durch Radau, Krach und Getöse wird nicht nur der Gleichgewichtsinn beeinträchtig, sondern der gesamte Organismus des Menschen. Beim Lärm kommt es auch darauf an ob dieser nur kurzfristig vorhanden ist oder lange anhalten wird. Rund um die Uhr sind die Hörzellen im Innern des Ohrs im Einsatz, die Schallwellen der unterschiedlichsten Töne werden in verarbeiteter Form direkt an das Gehirn weitergeleitet und entsprechend aufgenommen – stressig oder beruhigend.
In der Regel wird immer dann von Lärm gesprochen, sobald die Lautstärke als unangenehm und lästig empfunden wird und teilweise mit 70 bis 80 Dezibel zu Buche schlägt. In diesem Moment kann es durchaus schon beim ersten Mal kritisch für den gesamten Organismus werden. Es beginnt ein schleichender Anfang von zahlreichen Krankheiten, die tatsächlich direkt vom Lärm ausgelöst wurden.
So stellt man bei einer Lärmstärke von 120 Dezibel eine direkte Hörschädigung fest, wobei der Tinnitus für immer oder auf Zeit geschädigt wird – eine belastende Schwerhörigkeit bleibt dann als Folge zurück. In aller Regel kann sich das Ohr aber wieder selbst regenerieren jedoch nur, wenn es sich nicht um eine dauerhafte Lärmstärke handelt. Gerade der laute Arbeitsplatz ist eine der größten Gefahrenquellen, die sich quasi immer negativ auf die Ohren auswirken.
Eine verstärkte Lärmbelästigung kann sich aber auch ganz anders bemerkbar machen, indem der Körper zu viele Stresshormone ausschüttet. Dann kommt es unweigerlich zum hohen Blutdruck, der sich wiederum negativ auf das Herz auswirkt – es kommt verstärkt zu schwerwiegenden Herzerkrankungen und im Extremfall dann sogar zum tödlichen Herzinfarkt. Nervenerkrankungen, Depressionen und Migräne werden teilweise auch vom Lärm ausgelöst, aber nur im indirekten Sinn über die Stresshormone, die einen Schmerz hervorrufen.
Ein Teufelkreis, der erst einmal durchbrochen werden muss, um wieder gesund zu werden. Idealerweise lässt man es nicht so weit kommen und genießt seine Abende im Rattensessel bei einem Gläschen Wein oder einer Flasche Bier und lauscht der Stille der Natur, die man noch wahrnehmen kann.
Viele sind noch immer der Meinung, dass man Lärm gewohnt sein muss, um nicht dadurch zu erkranken, das aber ist ein großer Irrtum, denn gegen Lärm wird der Mensch nicht resistent. Er nimmt diesen nur nicht mehr so gravierend und einschneidend wahr wie zu Beginn, aber die Schädigung bleibt die gleiche wie zuvor. Darüber hinaus liegt es am Körper selbst, ob dieser den Lärm als stark störend empfindet oder nur als Begleiterscheinung wahrnimmt.
Größtenteils kann man einem erhöhten Lärmpegel nur ausweichen, ganz entrinnen wird nicht gelingen, da zum Leben ein gewisser Lärmpegel gehört – ansonsten wäre ja alles tot bevor der Tod eintritt. Aber für einen ruhigen und ungestörten Schlaf kann jeder sorgen, indem das Schlafzimmer zum Hof hinreicht und nicht zur viel befahrenen Hauptstraße. Im Berufsleben können sich Bauarbeiter nur vor Lärm schützen, indem sie den vorgeschriebenen Hörschutz auch tragen.
Fazit: Ist das Hörvermögen erst einmal richtig geschädigt, so kann man es nicht mehr wieder herstellen. Abhilfe gibt es dann nur in Form eines Hörgerätes – grundsätzlich sind Schwerhörige vom Leben irgendwie ausgeschlossen, da vieles nicht mehr gehört wird – ob nun im Konzert oder im Kino wie auch bei anderen großen Aufführungen.